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Freiheit für Abdullah Öcalan
Menschenrechte für das kurdische Volk

Erklärung des DKP Parteivorstands

Der Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) fordert erneut die sofortige Einstellung des Prozesses gegen den Führer der PKK, Abdullah Öcalan, seine Freilassung und Einbeziehung in einen Dialog zur Gewährung von Menschenrechten für das kurdische Volk.

Abdullah Öcalan wurde mit Hilfe verschiedener Geheimdienste aus Kenia entführt. Das staatlich organisierte Kidnapping verstieß gegen Artikel 5 der europäischen Menschenrechtskonvention. Der Prozeß wird nichtöffentlich auf der völlig abgeriegelten Insel Imrali geführt. Die Anklage lautet auf "Hochverrat", die Anklageschrift umfaßt 20 000 Seiten, und eine vernünftige Verteidigung ist gar nicht möglich. Das Verfahren, das längst zu einem öffentlichen Tribunal gegen das kurdische Volk geworden ist, ist eine Farce, verhöhnt jegliche juristische Praxis in europäischen Ländern und hätte längst eingestellt werden müssen.

Abdullah Öcalan hat verschiedene Vorschläge zur friedlichen Lösung des Konfliktes, vor und während des Prozesses, unterbreitet. Bisher wurden diese Vorschläge ausgeschlagen. Eine Todesstrafe wird erwartet; sie kann wenn dies für den PKK-Führer zu gering erachtet wird - nach türkischem Recht tausendfach verhängt werden. Ein solches Urteil wird die innenpolitischen Auseinandersetzungen im NATO-Staat Türkei nicht beilegen, sondern sie verschärfen.

Die DKP fordert daher die sofortige Freilassung von Abdullah Öcalan, die Aufnahme von politischen Verhandlungen zur Lösung der Probleme in Kurdistan unter seiner Einbeziehung.

Wir erwarten von der deutschen Bundesregierung Schritte zur Verhinderung der Vollstreckung eines Todesurteils, die Einstellung jeglicher Unterstützung der Türkei bei der Unterdrückung des kurdischen Volkes und Abschiebestopp.

Wir rufen unsere Mitglieder und Freunde auf, alles zu tun, um die berechtigten Forderungen des kurdischen Volkes zu unterstützen und einen Mord an Abdullah Öcalan zu verhindern.


http://www.dkp-hessen.de/
• Autor: DKP Hessen •



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