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Die Kriegskasse ist voll

Die Rentenkasse wird geplündert

Wer Kriege führen will, der muß sie finanzieren können. Die SPD/Grüne-Regierung kann das. Am 22. Juni hat sie ein Sparpaket beschlossen, das vor allem im Bereich der sozialen Sicherung so angelegt ist, daß es vorrangig bei den "kleinen Leuten" spart. Man mache sich keine Illusionen: Es geht dabei nur teilweise um das "Stopfen von Haushaltslöchern", vor allem ist das Bonner Sparpaket ein ungeheures Geldbeschaffungsprogramm für den Jugoslawien-Krieg und seine Folgekosten - und vielleicht für kommende Kriege!?

Mit dem 30 Milliarden DM umfassenden Streichbeschlüssen wird die unsoziale Politik der von Kohl geführten Bundesregierung verschärft fortgesetzt. Nach dem Motto: "Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern", sind alle Wahlversprechen über Nacht vergessen.

Nach der altbekannten Rasenmähermethode der Vorgängerregierung ist vor allem bei Rentnern, Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern der Rotstift angesetzt worden. Erschwerend kommt als weitere Belastung die kontinuierliche Erhöhung der sogenannten Öko-Steuer um 6 Pfennig pro Liter Benzin jährlich für die nächsten vier Jahre hinzu, und es ist zu befürchten, daß diese Mehreinnahmen weniger der Umwelt als der finanziellen Unterstützung der aggresiven NATO-Strategie zu gute kommen.

Denn äußerst großzügig zeigen sich Bundesregierung und ihre Spitzenleute Gerhard Schröder und Josef Fischer bereits jetzt, wenn es um die Finanzierung des Jugoslawien-Krieges und der Bundeswehr geht. Dafür stellen sie, ohne mit der Wimper zu zucken, im nächsten Jahr 2 Mrd DM und obendrein 300 Millionen DM für sogenannte humanitäre Leistungen bereit.

Doch das ist nur der kleinere Teil; denn alle Äußerungen aus den USA deuten darauf hin, daß die Bevölkerung unseres Landes für den "Aufbau" der zerstörten Balkanregion - nach Berechnungen von Fachleuten mit 100 Mrd. Dollar veranschlagt - zur Kasse gebeten wird.

Bereits jetzt hat die Clinton-Regierung erklärt, daß für den Aufbau der durch Bomben nahezu unbewohnbar gemachten Region gefälligst die anderen NATO-Staaten zu zahlen hätten.

Die Herren der Unternehmerverbände, Hundt und Henkel, haben allen Grund, sich über das Eichelsche Machwerk lachend die Hände zu reiben. Sie können im Jahre 2001 rund 8 Mrd. Mark durch die Senkung diverser Steuern zusätzlich zu ihren schon horrenden Gewinnen einstreichen. Bezeichnend für diese Regierung, die sich so gern das soziale Mäntelchen umhängen möchte, ist auch die Tatsache, daß die sie sich noch nicht einmal dazu durchringen konnte, die Bewirtungsspesen zu streichen; abgesehen davon, daß von der vielfach angekündigten Wiedereinführung der Vermögenssteuer nicht mehr die Rede ist.

Die Zielrichtung ist klar: Bluten sollen durch die sozialen Grausamkeiten vor allem die Rentner und Arbeitslosen.

Wer Kriege führen will, der muß das Volk schröpfen!


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• Autor: DKP Hessen •



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