"Es gab keine 'ethnische Säuberung' im Kosovo"
Ein kanadischer Zeuge berichtet
Auch im von den US-amerikanischen Medien weitgehend beherrschten Kanada hat
ein hochgestellter Militär die Mär von der "ethnischen
Säuberung" in Frage gestellt.
Roland Keith, ein ehemaliger kanadischer Offizier, gehörte bis zum 19.
März diesen Jahres der "Beobachtermission im Kosovo" an, die im
Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
(OSZE) das Milosevic-Holbrooke-Abkommen überwachte. In einer Rede im
westkanadischen Vancouver erklärte er, daß 1381 Beobachter aus
Staaten der OSZE die Waffenruhe zwischen den jugoslawischen
Sicherheitskräften und der UCK überwacht hätten.
Seiner Meinung nach habe diese Überwachung positive Ergebnisse gezeigt
und es seien Fortschritte bei der Sicherung des Friedens erzielt worden (damit
steht er im Widerspruch zu den Bemühungen der US-Vertreter in den
OSZE-Teams wie William Walker, dessen Aufgabe es war, die Ziele der USA/NATO in
der Region zu verwirklichen).
Keith betonte entschieden, daß es im Kosovo keine "ethnische
Säuberung" gegeben habe und auch keine massenhafte
Menschenrechtsverletzungen, bis die NATO ihre Bombenangriffe begann.
Natürlich sei die Anwesenheit der OSZE-Beobachter im Kosovo für die
NATO zum Hindernis geworden, als diese die Entscheidung zur Bombardierung des
Landes gefällt habe. Keith teilte mit, daß die gesamte
OSZE-Mannschaft am 19. März um 3 Uhr nachts vom NATO-Mitglied Norwegen aus
Jugoslawien evakuiert worden sei. Das sei so hastig geschehen, daß er und
andere nicht einmal die Möglichkeit gehabt hätten, ihr Hab und Gut
zusammenzupacken. Das Problem der NATO ist verständlich: mehr als 1300
Zeugen mit offiziellem Status, verstreut über das gesamte Zielgebiet,
hätten die Nebelschleier der der NATO ergebenen Medien arg
durchlöchert.
Marcel de Jong
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