Denkschrift des Oberbefehlshabers des Heeres (Gen.oberst v. Fritsch) an
den Oberbefehlshaber der Wehrmacht (Gen.feldmarschall v. Blomberg) vom August
1937 (Auszüge)
Für Deutschland kann ehrlich nicht bezweifelt werden, daß ein
Sieg letzten Endes auf dem Heere beruht, so unerläßlich ein
erfolgreicher Kampf der Luftwaffe wie der Flotte für den Enderfolg auch
bleibt.
Das Heer allein kann einen Gegner endgültig niederzwingen, indem es
sein Land erobert und damit feindliche Staatsmacht ausschaltet. Als
Kontinentalmacht werden wir letzten Endes unsere Siege auf der Erde gewinnen
müssen. Und solange die Ziele eines deutschen Sieges nur in
Ost-Eroberungen liegen können, wird auch nur das Heer, durch Eroberungen
im Osten, durch Halten im Westen, die letzte Entscheidung bringen, weil kein
Oststaat, sei es in der Luft, sei es auf dem Wasser, tödlich zu treffen
ist.
Aus: W. Görlitz (Hg.), Generalfeldmarschall Keitel, Göttingen,
Berlin, Frankfurt 1961, S. 127 f.
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