Minister und Schriftsteller
1999 jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Fritz Selbmann, der am 29.9.1899 in Lauterbach (Vogelsbergkreis) geboren wurde. Er arbeitete bereits mit 17 Jahren unter Tage im Bergbau, war Soldat im ersten Weltkrieg und 1918 Mitglied eines Arbeiter- und Soldatenrates. 1920 trat er in die USPD ein und 1922 in die KPD. In der Weimarer Republik wurde er mehrfach wegen politischer Tätigkeit verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Er war Reichstagsabgeordneter und politischer Sekretär in den Bezirken Oberschlesien und Sachsen. 1933 wurde er verhaftet und verbrachte 12 Jahre in faschistischen Kerkern ("Die lange Nacht", 1961).
Nach der Befreiung vom Faschismus hatte er in der DDR hohe Funktionen inne (u.a. Minister für Industrie und Minister für Schwerindustrie und stellvertretender Vorsitzender der Staatlichen Planungskommission und des Volkswirtschaftsrates).
Bis zu seinem Tod (1975) lebte er als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Seine weiteren Werke: "Die Heimkehr des Joachim Ott" (1962), "Die Söhne der Wölfe" (1965) und seine Autobiographie "Alternative, Bilanz, Credo" (1970).
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