|
Bericht aus dem Taunusecho
Wenn es nach den Herrschenden gehen würde, dann müsste diese Demonstration von Jahr zu Jahr schrumpfen. Aber so viele rote Fahnen sieht man in Berlin nur einmal im Jahr. Kurz vor dem Start der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration staut sich das Fahnenmeer zwischen den Bauten am Frankfurter Tor. Bei klirrender Kälte und strahlend blauem Himmel nimmt der Zug Stellung auf. An den U-Bahnausgängen kontrollieren Männer und Frauen in grün-weiß vor allem Jugendliche. Keine Stahlkappenschuhe, keine langen Transparente, keine Glasflaschen lauten die Auflagen. Angesichts des martialischen Polizeiaufgebots könnte man meinen, die Revolution stünde vor der Tür.
Allerdings diesesmal (für mich zum ersten mal und dass war meine 10. LLL-Demo) blieben die Damen und Herren friedlich. Rund 11.000 Personen demonstrierten am Morgen des 15. Januar 2006 (dem 87. Jahrestag der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg) von der Haltestelle Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten. Auch von der SDAJ und DKP Hessen waren wieder Genossinnen und Genossen dabei. Wie in den letzten Jahren, hatten wir wieder einen Bus nach Berlin organisiert. Rund 85.000 Personen kamen an die Gräber um der Ermordeten und den anderen dort Beigesetzten zu gedenken. Natürlich werden wir auch 2007 wieder nach Berlin zum LLL - Wochenende fahren. Mehr dazu in der Dezember-Januar Ausgabe 2006 des Taunusecho.
Stimmen zur Demo:
Sara 14 Jahre: Ich fand´s saugeil. Vor allem die Busfahrt war witzig. Die Demo war kalt aber cool.
Daniel 16 Jahre: Trotz des kalten Wetters und der vielen Polizisten konnte man uns die Stimmung nicht vermiesen.
Danny 17 Jahre: Die Demo war geil nur die Trotzkisten sind mir auf die Nerven gegangen.
Carlos 18 Jahre: Ich fand das Wochenende sehr gut, vor allem die Menschenmengen auf der Demo.
Dominik 20 Jahre: Alles, von der Konferenz bis zur Demo war einfach nur Geil
Sie alle waren sich einig: Wir werden nächstes Jahr wieder mit nach Berlin fahren!
|