- Für notleidende Menschen war nie Geld da.
Für notleidende Kredite und wackelnde Banken sind
- Regierung und Staat sofort eingesprungen.
- Mit dem Geld der Steuerzahler haben sie die Banken
und die Vermögen der Reichen gerettet.
Jetzt wachsen die Schulden der öffentlichen Haushalte ins Unermessliche. Während
Mövenpick, die Unternehmen und die Reichen steuerlich entlastet werden,
droht die Regierung der Bevölkerung mit Kürzungen bei allem was das Gemeinwesen
ausmacht.
Aber die Banken schwimmen wieder im Geld. 5,2 Milliarden Euro Gewinn vor
Steuern erzielte die Deutsche Bank im Jahr 2009. Aber nur schlappe 200 Millionen
– 3,8 Prozent – holte sich der Fiskus.
Die Verluste werden sozialisiert, der Gewinn ist privat. Der Staat rettete die Banken
vor dem Kollaps. Zinsgünstig gab er Geld an die Banken, um es sich dann teuer
bei den Banken für deren Rettung zu besorgen. Jetzt kassieren diese über Zinsen
und Provisionen kräftig ab. Und die Bevölkerung muss nun zusehen, wie ihr Geld
benutzt wird, Bonuszahlungen und Dividenden auszuzahlen.
Die Mehrheit der Bevölkerung bezahlt die Krise und die Rettung der Banken mit
ihrem Einkommen, ihren Arbeitsplätzen, ihren sozialen Sicherungssystemen und
ihren Lebensperspektiven.
Aber die Reichen werden auch in der Krise immer reicher. Um 200 Milliarden Euro
– auf sagenhafte 4 640 Milliarden Euro – ist der Geldberg der Reichen im Krisenjahr
2009 gewachsen. 200 Milliarden – das entspricht zwei Drittel des Bundeshaushaltes
oder einem Drittel der gesamten Nettolohnsumme, die an die knapp 36
Millionen lohnabhängig Beschäftigten in einem Jahr ausbezahlt wurde. Kindergärten,
Schulen und Straßen verrotten. Das Gesundheitswesen ist lebensgefährlich.
AltenpflegerInnen arbeiten bis zum Umfallen und können die alten Menschen trotzdem
nicht ausreichend betreuen. Kein Geld, heißt es aus Berlin.
Aber für Rüstung ist das Geld immer vorhanden. Das Massaker der Bundeswehr in
Kundus wird genutzt, um noch mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Mehr
Panzer und Kanonen – fordern Rüstungsindustrie und ihre politischen Vertreter
nach dem Tod junger Bundeswehrsoldaten. Dabei brauchen diese nicht bessere
Ausrüstung, sondern ein Rückflugticket in die Heimat für den sofortigen Abzug aus
Afghanistan. So wünscht es die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. Aber
Regierung und große Teile von SPD und Grünen ignorieren diesen Wunsch. Das
Ganze hat System. Das System heißt Kapitalismus. Die Kluft zwischen der
Antriebskraft dieses kapitalistischen Systems, nämlich der hemmungslosen Jagd
nach Profit, und all dem, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht – sinnvolle
Arbeit, menschliche Würde, Bildung, soziale Sicherheit, Umwelt, Demokratie, Solidarität
– wird immer offensichtlicher. Und so wachsen Wut und Widerstand.
Noch haben das Kapital, seine Medien und seine politischen Vertreter die Macht –
aber wir sind mehr. Uns gehört die Zukunft. Wenn wir gemeinsam und solidarisch
handeln.
Wehren wir uns gegen die Abwälzung der Krisenlasten!
Die Reichen sollen zahlen!
Beginnen wir heute mit dem Kampf um die Zukunft!
Würde man die knapp eine Million Millionäre im Lande mit einer Vermögensteuer
von 5 % belasten, kämen rund 150 Milliarden Euro in die Staatskasse. Geld, das
gebraucht würde, für den Erhalt und Ausbau von Kinder- und Jugendeinrichtungen,
von bezahlbaren Kulturprojekten, für ein soziales Gesundheitswesen, für den Erhalt
und Ausbau kommunaler Infrastruktur wie öffentliche Bibliotheken, Sanierung von
Schulen und vielem mehr.
Hessische Verfassung umsetzen!
Artikel 38. Die Wirtschaft des Landes hat die Aufgabe, dem Wohle des ganzen Volkes und der
Befriedigung seines Bedarfs zu dienen. Zu diesem Zweck hat das Gesetz die Maßnahmen anzuordnen,
die erforderlich sind, um die Erzeugung, Herstellung und Verteilung sinnvoll zu lenken und
jedermann einen gerechten Anteil an dem wirtschaftlichen Ergebnis aller Arbeit zu sichern und ihn
vor Ausbeutung zu schützen.
Im Rahmen der hierdurch gezogenen Grenzen ist die wirtschaftliche Betätigung frei.
Die Gewerkschaften und die Vertreter der Unternehmen haben gleiches Mitbestimmungsrecht in
den vom Staat mit der Durchführung seiner Lenkungsmaßnahmen beauftragten Organen.
Artikel 39. Jeder Missbrauch der wirtschaftlichen Freiheit - insbesondere zu monopolistischer
Machtzusammenballung und zu politischer Macht - ist untersagt.
Vermögen, das die Gefahr solchen Missbrauchs wirtschaftlicher Freiheiten in sich birgt, ist auf
Grund gesetzlicher Bestimmungen in Gemeineigentum zu überführen. Soweit die Überführung in
Gemeineigentum wirtschaftlich nicht zweckmäßig ist, Muss dieses Vermögen auf Grund gesetzlicher
Bestimmungen unter Staatsaufsicht gestellt oder durch vom Staate bestellte Organe verwaltet werden.
Ob diese Voraussetzungen vorliegen, entscheidet das Gesetz.
Die Entschädigung für das in Gemeineigentum überführte Vermögen wird durch das Gesetz nach
sozialen Gesichtspunkten geregelt. Bei festgestelltem Missbrauch wirtschaftlicher Macht ist in der
Regel die Entschädigung zu versagen.
Artikel 40. Gemeineigentum ist Eigentum des Volkes. Die Verfügung über dieses Eigentum und
seine Verwaltung soll nach näherer gesetzlicher Bestimmung solchen Rechtsträgern zustehen,
welche die Gewähr dafür bieten, dass das Eigentum ausschließlich dem Wohle des ganzen Volkes
dient und Machtzusammenballungen vermieden werden.
Artikel 41. Mit Inkrafttreten dieser Verfassung werden
1. in Gemeineigentum überführt: der Bergbau (Kohlen, Kali, Erze), die Betriebe der Eisen- und
Stahlerzeugung, die Betriebe der Energiewirtschaft und das an Schienen oder Oberleitungen
gebundene Verkehrswesen,
2. vom Staate beaufsichtigt oder verwaltet, die Großbanken und Versicherungsunternehmen und
diejenigen in Ziffer 1 genannten Betriebe, deren Sitz nicht in Hessen liegt.
Das Nähere bestimmt das Gesetz.
Wer Eigentümer eines danach in Gemeineigentum überführten Betriebes oder mit seiner Leitung
betraut ist, hat ihn als Treuhänder des Landes bis zum Erlass von Ausführungsgesetzen weiterzuführen.
DKP Hessen fordert Banken enteignen!
Entsprechend der Hessischen Verfassung Artikel 38 bis 41 schlägt die DKP Hessen eine Initiative
zur Vergesellschaftung der Banken und Versicherungen vor, die letztendlich die Finanzkrise
ausgelöst haben und nun wieder z.T. satte Profite ausweisen
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